Zum Monatswechsel hat GFS bei mir jetzt die absolute HORRORKONSTELLATION drin mit ü30 und 20 Grad Taupunkt... Ist momentan nur GFS alleine damit aber wir wissen ja immer, was gewinnt.
Die Regenvorhersage für gestern und heute war wieder die Vollverarsche. Bei uns ist es nicht mal unter den Kleinstpflanzen nass geworden. Es nieselt und ist gleich drüber. Es wurde flächiger ergibiger Regen versprochen 🙄. Wenn Anfang Juni die Hitzehölle kommen soll, das wäre der Horror. Inzwischen bedroht uns das Wetter das ganze Jahr. Nichts ist mehr normal, es ist nur noch anstrengend und nervenaufreibend. 😔
Wir warten weiter auf Regen 🙄 Was nutzt der ganze Tiefdruck, wenn die dunklen Wolken einfach nichts abladen. 😭 Diese groß angekündigten Regengebiete entpuppen sich als kleine Zufallswolken, die fast nichts um Gepäck haben. Es ist echt zum Verzweifeln 😭😭😭
Hallelujah es hat auch hier mal nennenswert geregnet, 20 Liter 👍 Der Anfang ist gemacht und es gibt Hoffnung, dass in den nächsten Tagen noch was dazu kommt.
Dann wollen wir mal hoffen dass sich sowohl der Hauptlauf als auch der ganze Rest der ECMWF-Ensembles gehörig täuschen was den weiteren Verlauf ab dem 6. Juni betrifft. Zwar blieben wir bislang von gröberer Saharahitze verschont und eigentlich ist der erste deftige Hitzepeak in diesem Treibhausgashalbjahr auch schon längst überfällig aber was ECMWF da heute berechnet hat ist schon ziemlich grenzwertig.
Der geistesgestörte ECMWF-0z-Hauptlauf sieht für den 8. Juni eine Monsteraufwölbung des afrikanischen Subtropikhochs (rechts) und der Hauptlauf (grüne Linie links) als extremer Ausreisser flatlinemässig über 20 Grad auf 850hP für Zürich.
(c) wetterzentrale.de
Das sagt zwar nur der extreme Hauptlauf, aber die durchschnittlichen T850hPa-Abweichungen von über +10 Grad der Ensembles für den 7. Juni sind doch ziemlich deutlich.
(c) tropicaltidbits.com
Grund: ECMWF sieht den Trog mit dem Islandtief am 6. Juni sich bis nach Spanien weit in die Länge ziehen und damit wird gleichzeitig das Aufkeilen des afrikanischen Subtropikhoch bis weit über Europa ermöglicht mit der möglichen Advektion von mehrtägiger Gluthitze zu uns.
Die anderen Modelle sehen das momentan noch deutlich kühler weil das von ECMWF prognostizierte Tief bei Island bei den anderen Modellen weiter östlich prognostiziert wird und damit die Hitze weiter östlich.
Mal die nächsten Läufe abwarten aber dieser Gluthitzevorstoss anfang Juni wäre eine echte Hausnummer.
Sehr wahrscheinlich ist es hier im Forum schon oft behandelt worden, und ich hab´s nur net mitbekommen.
Warum gibt es eigentlich Nordwestlagen nur noch ganz selten?
Die haben uns im Alpenvorland immer viel Regen gebracht, im Winter viel Schnee. Auch die Luft war dann immer sehr angenehm. Atlantisch kühl eben. Auch gab es früher nach Hitzeperioden oftmals eine richtig schöne Kaltfront, die dann eine kühlere Witterungsphase eingeläutet hat. Mitlerweile gibt es so oft Südwestlagen-Föhnbedingt kommt da bei uns meistens nix an Niederschlag runter. Alles ist verändert, nicht nur beim Wetter...
Hoffe net, daß die afrikanische Hitze in diesem Maße zu uns kommt, ansonsten hilft nur wieder auswandern in den Keller.
Zitat von franz im Beitrag #128Sehr wahrscheinlich ist es hier im Forum schon oft behandelt worden, und ich hab´s nur net mitbekommen.
Warum gibt es eigentlich Nordwestlagen nur noch ganz selten?
Die haben uns im Alpenvorland immer viel Regen gebracht, im Winter viel Schnee. Auch die Luft war dann immer sehr angenehm. Atlantisch kühl eben. Auch gab es früher nach Hitzeperioden oftmals eine richtig schöne Kaltfront, die dann eine kühlere Witterungsphase eingeläutet hat. Mitlerweile gibt es so oft Südwestlagen-Föhnbedingt kommt da bei uns meistens nix an Niederschlag runter. Alles ist verändert, nicht nur beim Wetter...
Hoffe net, daß die afrikanische Hitze in diesem Maße zu uns kommt, ansonsten hilft nur wieder auswandern in den Keller.
Ich hoffe auch ganz stark, dass uns die wiederliche Hitze erstmal weiterhin verschont.
Schon in dem 20 Jahre alten Bericht von PIK kann man einige interessante Entwicklungen sehen: - im Zeitraum 1950 bis 2000 nahm die relative Häufigkeit von Westwindwetterlagen im Sommer ab, während die relative Häufigkeit von Mischwetterlagen und solchen mit Nord- oder Südanströmung zunahm - im Zeitraum 1960 bis 2000 nahm die relative Häufigkeit von Wetterlagen mit Nord- oder Südanströmung im Winter ab, während die Westwindwetterlagen und Mischwetterlagen häufiger geworden sind - die Häufikeit von Nordwestlagen nimmt seit den 1940er Jahren ab, während Süd- und Südwestlagen häufiger geworden sind - die Dauer von Wetterlagen nimmt seit den 1970er Jahren zu, davor haben sie sich schneller abgewechselt
Wenn man sich die aktuelleren Daten ansieht, kann man sehen, dass sich diese Entwicklungen seitdem weiter fortgesetzt haben.
Zu den Gründen dafür habe ich nur eine Theorie, die ich jetzt noch nicht genauer untersucht habe. Sie ist also mit Vorsicht zu genießen.
Durch die fortschreitende Klimakatastrophe wird der Temperaturunterschied zwischen den Polen und dem Äquator immer kleiner. Dadurch werden die dauerhaften Windmuster, wie z.B. der Jetstream, immer langsamer und dadurch dauern die Wetterlagen immer länger an oder werden zum Dauerzustand. Das haben wir in den letzten Jahren mit den monatelangen sommerlichen Süd- und Südwestlagen und auch in diesem Frühjahr wieder erlebt. Dadurch entehen auch die sich immer wieder regenerierenden Blockadwettererlagen.
Durch die immer weitere Auheizung der Atmosphäre verschiebt sich im Sommer die atlantische Frontalzone immer weiter nach Norden. Dadurch läuft der Jetstream oftmals sehr weit nördlich, sodass auch die Tiefdruckgebiete weit nördlich an uns vorbeiziehen. Dadurch liegen wir oft nur noch im Warmsektor und bekommen statt Niederschlägen und Nordwestwind fast nur noch die Südwestdüse ab. Auch das haben wir in den letzten Jahrzehnten oft genug erleben dürfen. Durch die fehlende Bodenfeuchtigkeit haben es dann Hochdruckgebiete leicht, sich bei uns festzusetzen.
Alles in allem ist es eine, aus meiner Sicht unglückliche, Verkettung von Folgen der aktuellen Klimakatastrophe, die wir immer mehr zu spüren bekommen.
Auch von mir vielen Dank an Eisbär für die Erläuterung. Es ist schon sehr traurig wie sich das Klima entwickelt hat. Alle die schon älter sind, können sich glücklich schätzen, ein Klima erlebt zu haben, in der Westwetter der normalste Zustand war. Wochenlange Hitze weit über 30 Grad gab es nicht, man emfand die 30 Grad schon als unerträglich. Es gab Winter, die wirklich kalt und schneereich waren. Alles in allem waren das Traumzustände. Nun muss man hoffen, auf der richtigen Seite dieser katastrophalen Blockaden zu sein, wie 2024. Dieses Jahr dann genau das Gegenteil mit monatelanger Dürre. Eigentlich sollte es nun genug sein und ein Ausgleich muss her. Ja das ist mein Wunschdenken. Wie es tatsächlich kommt, wird man sehen.
So still hier😊 Seid ihr im Moment auch zufrieden, so wie ich? Es hat zwar noch lange nicht genug und auch nicht überall ergiebig geregnet, aber da kommt schon noch was in den nächsten Tagen. Wir hatten 2 kleine Gewitter, die aber ordentlich Regen abgeladen haben. Rund 50 Liter nun im Juni, da können Pflanzen etwas aufatmen. Für die tiefen Wurzeln der Bäume muss noch mehr kommen. Die Glaskugel sieht in den nächsten Wochen keine große Hitze, allenfalls mal ein paar Tage. Und jeder Tag, der aushaltbar ist, ist ein guter Tag. Das Auf und Ab über den ganzen Sommer, wäre echt super.
Wir schreiben den 8. Juni und es regnet bei uns schon seit etwa 5:00 Uhr morgens, mit Landregencharakter. So wie es momentan aussieht, zieht bei uns im Laufe des nächsten Wochenendes ein neues Tiefdrucksystem herein. Wie Winterfan schon geschrieben hat, es wäre schön, wenn uns der wechselhafte Witterungscharakter in der nächsten Zeit erhalten bleiben würde.
Hoffentlich kommen wenigstens unsere Leidensgenossen aus der Schweiz und Österreich besser davon. Der einzige Lichtblick ist, dass EZ jetzt ebenso wie GFS das ganze als vorübergehende Periode prognostiziert, während der Hauptlauf gestern noch völlig ausgerastet ist und eine lang andauernde Hitzewelle anzeigte.
Aber mir reicht es auch so schon, was da wieder auf uns zukommt.