Tja, die letzten zwei Wochen entschädigten doch anständig für den grösstenteils siffigen Dezember. Was Silvester mit dem sich aufbauenden kräftigen Grönlandhoch begann und den Weg für den Arctic Outbreak Richtung Mitteleuropa freischaufelte materialisierte sich dann in dieser imposanten 2-wöchigen kalten Tiefdruckanomalie über Osteuropa (unten); und für einmal lag Mitteleuropa auch mal wieder im näheren Bereich der Kälte. Eigentlich noch erstaunlich dass sich der Kältetrog über Skandinavien am 5./6. Januar, welcher bis nach Spanien runterreichte, am südlichsten Rand nicht abtropfte sondern seine Drehung Richtung Osten weiterzog und damit den Nachschub kalter Polarluft ermöglichte. Andernfalls hätte das Azorenhoch sofort wieder ostwärts reindrücken und die Zufuhr kalter Polarluft unterbinden können.
Und offenbar hat sich die Troposphäre ihre eigenen Bedingungen für eine 2-wöchige europäische Kälteperiode selber geschaffen - und das vermutlich ohne Hilfe von ganz oben. Denn der Polarwirbel auf 10hPa nahm seit der Fast-Zonalwindumkehr Ende November wieder Fahrt auf (links) wird in zwei Wochen nochmals einen Zacken zulegen (rechts). Sprich, bis auf Weiteres ist nicht mit einer Zonalwindumkehr in der Stratosphäre zu rechnen.
(c) FU Berlin und ECMWF
Wie auch immer, aber den bisherigen Januarverlauf kann uns keiner mehr wegnehmen ;-) Und so eine Karte der Schneehöhe wie von gestern Samstag sieht man auch nicht jeden Winter ;-)
(c) wetterdienst.de
Wann war überhaupt das letzte Mal dass sich im nördlichen und östlichen Teil Deutschlands solange soviel Schnee halten konnte? Dezember 2010? Nun ja, meine Glückwünsche gehen in den Norden und Osten wo sich perfektes Winterfeeling eingestellt hat. Und herzliche Gratulation, Jo, die Schneedecke habt ihr euch auch verdient :-)
In der Schweiz, genauer gesagt in der Region Zürich, kann ich mich diesen Januar auch nicht beklagen. Seit gestern Nachmittag bis heute Morgen fielen im Flachland zwischen 30 und 40 cm Neuschnee. Der öffentliche Verkehr in Zürich war sogar während Stunden lahmgelegt, da die Busse und Trams nicht mehr vorwärts kamen :-) In den Bergen gab es teils bis zu 1 Meter Neuschnee in den vergangenen Tagen.
Ja diese Frosttage hätte man ja fast für unmöglich gehalten, angesichts der vielen Winter, die gefühlt eher Vorfrühling waren. Und diese echten Wintertage nimmt uns niemand mehr. Hoffe der Januar wird nun nicht komplett ohne Frost bleiben. Erstmal sieht es danach aus.
Angesichts der Tatsache, dass in unserer Region das Winterwetter leider vorerst zu Ende geht, habe ich mich gestern aufgerafft und noch einmal Winterimpressionen aus meiner Geburtsstadt Wuppertal gesammelt, wo ich allerdings einen ganz am Rande der Stadt liegenden Stadteil namens Beyenburg besucht habe, der sich durch einen Stausee, viel Wald sowie schöne alte Fachwerkhäuser, oft mit den fürs Bergische typischen Schieferfassaden, und eine gotische Klosterkirche aus dem 14. Jhdt. auszeichnet.
Deshalb ein sehr beliebtes Ziel bei Ausflüglern. Hier mal einige Eindrücke aus den späten Nachmittagsstunden. Hier zunächst ein Blick in Richtung des großenteils zugefrorenen Stausees:
Einige Altstadtimpressionen, auf denen man auch immer noch sehr viel Weihnachtsdekoration sieht:
Eine kleine Kapelle am Rande der Altstadt und direkt am Wupperufer:
Noch einmal der zugefrorene Stausee aus der Nähe:
Und noch ein paar Eindrücke von den Spazierwegen und der Klosterkirche:
Es war eine unglaubliche Ruhe und Stille dort und gerade deswegen denke ich schon wieder mit Grauen an den Frühling und Sommer, wenn dieses schöne Fleckchen Erde von lärmenden Bikern auf ihren Scheiß-Motorrädern und anderem hirnamputierten Sofetenvolk geflutet wird.
Hoffentlich gewährt uns der Winter nach der kommenden Tauwetterperiode noch einen Nachschlag mit solch wunderbaren Momenten, wobei wir uns dann noch einmal an der Schnappatmung der Deppenmedien erfreuen dürften, die dann wieder wie bei jedem Wintereinbruch hysterisch ihr Lieblingswort rausschreien könnten, nämlich "Chaos", "Chaos" und nochmals "CHAOS"!
Heute ist es bei uns wieder weiß👏etwas frostig ist auch noch. Leider wird das sicher heute Abend zunichte gemacht. Die Medien sind wieder mal durch gedreht. Im Norden war es mal richtig Winter und das gewohnte Leben verlief halt mal für ein paar Tage anders. Und was ist so schlimm dran. In unserer hochtechnischen Zeit sollte man damit eigentlich gut klarkommen. Früher, als das noch ganz anders war, musste man ganz andere Winter bewältigen, ohne Gerätschaften und Dauerstreu und Räumdienste. Eigentlich dürfte doch inzwischen jeder, der Wetter online verfolgt, gemerkt haben, dass diese Winter-Horrorszenarien in Wirklichkeit nur halb so schlimm waren, wie prophezeit. Aus den Alpenregionen kommen diese Horrorgeschichten der Medien eher nicht, die sind es gewohnt, dass es dort noch Winter geben kann. In unserer Nähe gab es noch vor 15 Jahren und natürlich davor ordentlich viel Schnee. Da wurden die Straßen schon Anfang November mit hohen Stangen markiert. Man fuhr entlang von 2 Meter hohe Wände.Jeder Traktor der Bauern hatte eine Vorrichtung zum Schnee räumen, sonst wären ihre Höfe im Schnee versunken. Und es war normal!!!!
Hab mir gerade mal wieder den Dürremonitor angeschaut😱 Gruselig. Wenn da nicht in den nächsten Wochen richtig was runter kommt, gehen wir geradewegs in die nächste Naturkatastrophe. Also brauchen wir dringend Hilfe von oben.
Eigentlich bräuchte es gar nicht mehr so wahnsinnig viel dass die für Anfang Februar prognostizierte kältere Luft über Osteuropa doch noch weiter westlich zu uns schwappen könnte. Aber eben, das Tief über dem Atlantik hält dagegen und blockt die Kaltluft sodass die Luftmassengrenze dann weiter östlich prognostiziert wird:
(c) wetterzentrale.de
Aber auch wenn jetzt wieder vermehrt die Südwestdüse aktiv wird: Beklagen will ich mich nicht denn von den Temperaturen her sind wir sehr anständig in den Januar gestartet - ohne gleich mit einem riesigen Wärmeüberschuss in das neue Jahr zu starten wie schon viele Jahre zuvor. Der letzte Januar ohne diese neumodischen Wärmeüberschüsse war ja 2017. Denn dieser Januar 2026 entspricht DE-weit gemittelt ziemlich genau einem durchschnittlichen Januar der Normperiode 1961-1990 (links). Wir hatten also einen ziemlich durchschnittlichen Januar der 60/70/80er Jahren erlebt, einen Januar der eine satte Schneedecke im Flachland brachte und die regional über eine Woche lang hielt, das eingeschneite Hamburg und dann die fast 10 Eistage (rechts)
(c) mtwetter.de, fortlaufendes T-Mittel (links) im Januar 2026 und die Anzahl der Eistage im Januar
Schön dass man so was heute noch erleben darf. In den 60ern war das aber normal :-)
Herrliche verschneite Landschaften😀so muss Winter sein. Schön wäre es nun, wenn das ein paar Wochen liegen bleiben würde. Ich überfliegen ja immer noch "Hoffmanns Erzählungen" und heute hat er den Vogel wieder mal abgeschossen🤣 Schreibt erst vom Winterende, das in Kürze eintreten soll/kann mit bis 16 Grad plus im Südwesten. Gleichzeitig relativiert er es wieder, mit der Begründung, dass viele Faktoren darauf noch Einfluss nehmen kann. Er beschreibt das immer sehr schlau Alles kann, nix muss. So getreu nach dem Motto mit dem krähendem Hahn auf dem Mist. Sich jeden Tag diese Arbeit zu machen, um endlose nichtssagend Texte zu verfassen (vielleicht von der KI), ist schon merkwürdig. Ob er wirklich richtig Ahnung hat, oder von Meteorologen Teile abschreibt?
Zitat von Cube im Beitrag #27Eigentlich bräuchte es gar nicht mehr so wahnsinnig viel dass die für Anfang Februar prognostizierte kältere Luft über Osteuropa doch noch weiter westlich zu uns schwappen könnte. Aber eben, das Tief über dem Atlantik hält dagegen und blockt die Kaltluft sodass die Luftmassengrenze dann weiter östlich prognostiziert wird:
(c) wetterzentrale.de
Aber auch wenn jetzt wieder vermehrt die Südwestdüse aktiv wird: Beklagen will ich mich nicht denn von den Temperaturen her sind wir sehr anständig in den Januar gestartet - ohne gleich mit einem riesigen Wärmeüberschuss in das neue Jahr zu starten wie schon viele Jahre zuvor. Der letzte Januar ohne diese neumodischen Wärmeüberschüsse war ja 2017. Denn dieser Januar 2026 entspricht DE-weit gemittelt ziemlich genau einem durchschnittlichen Januar der Normperiode 1961-1990 (links). Wir hatten also einen ziemlich durchschnittlichen Januar der 60/70/80er Jahren erlebt, einen Januar der eine satte Schneedecke im Flachland brachte und die regional über eine Woche lang hielt, das eingeschneite Hamburg und dann die fast 10 Eistage (rechts)
(c) mtwetter.de, fortlaufendes T-Mittel (links) im Januar 2026 und die Anzahl der Eistage im Januar
Schön dass man so was heute noch erleben darf. In den 60ern war das aber normal :-)
Wir hatten bei uns im Jahr 2026 bereits 15 Eistage!
Ich melde mich auch mal wieder vom verregneten und sumpfigen Ruhrpott. Ich bin sehr beschäftigt mit Arbeit und Hobby momentan. Ihr habt echt sehr schöne Bilder gepostet. Endlich gab es mal ein bisschen Winter. Aber bei mir war es sehr wenig, wie immer, wenn überhaupt mal was kommt. Hoffe euch geht es allen gut!
Endlich Regen👍 Hoffe es kommt noch ordentlich was runter, bevor die Vegetation mit dem Trinken beginnt. Hier in Ofenhessen kann ich mich über den bisherigen Winterverlauf nicht beschweren, nur der Niederschlag war definitiv zu wenig. Wir hatten sogar über mehrere Tage eine weiße Winterpracht, das gab es schon länger nicht mehr. Nun darf sich der Frühling gerne noch ein paar Wochen Zeit lassen. Ich genieße jeden grauen, trüben und nassen Tag, so gemütlich und erholsam.
Endlich Regen schrieb ich gestern. Habe aber was beobachtet, das nicht positiv ist. Es hat gestern lànger geregnet, kein Starkregen und auch keine Unmengen. Aber ich sah Pfützen auf dem Erdboden, das Wasser versickert sehr träge. Der Boden ist aber aufgetaut, ob es in tieferen Schichten noch gefroren ist, bezweifle ich. Ich vermute dass die Böden durch die extreme Trockenheit (es fehlen hier bei uns 300 Liter, das sind 30 Prozent eines Jahres) total verdichtet sind und daher kann kaum was richtig eindringen.Zum Glück soll in den nächsten Tagen weiterer Niederschlag kommen, vielleicht kann die Nässe die Böden ausfweichen.